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All IPCC definitions taken from Climate Change 2007: The Physical Science Basis. Working Group I Contribution to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, Annex I, Glossary, pp. 941-954. Cambridge University Press.

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Verliert die Antarktis Eis oder nimmt dort das Eis zu?

Wissenschaftliche Belege zeigen...

Während das Landesinnere der östlichen Antarktis Landeis hinzugewinnt, nimmt das Landeis insgesamt in der Antarktis mit zunehmender Geschwindigkeit ab. Antarktisches Meereis nimmt zu, obwohl sich der südliche Ozean stark erwärmt.

Das Argument der Skeptiker...

"Die Eismenge, die die Antarktis umgibt, ist jetzt so groß wie noch nie seit vor fast 30 Jahren mit der Satellitenbeobachtung begonnen wurde. Für Regen ist es in der Antarktis einfach zu kalt und daran wird sich auch für lange Zeit nichts ändern. Unterm Strich umgibt jetzt mehr Eis die Antarktis als jemals zuvor." (Patrick Michaels)

Es ist ausserordentlich wichtig, zwischen antarktischem Land- und Meereis zu unterscheiden. Es sind zwei völlig unterschiedliche Phänomene. Um die Situation mit dem antarktischen Eis einmal zusammenzufassen:

  • Antarktisches Landeis nimmt mit sich beschleunigender Rate ab.
  • Antarktisches Meereis nimmt zu, trotz einem sich erwärmenden südlichen Ozean.

Antarktisches Landeis nimmt ab

Veränderungen an der antarktischen Landeismasse zu messen, ist ein schwieriger Prozess, da der Eisschild so groß und komplex ist. Seit 2002 allerdings ist der Gravity Recovery and Climate Experiment (GRACE) Satellit in der Lage, umfassende Messungen am gesamten Eisschild vorzunehmen.  Der Satellit misst Veränderungen der regionalen Gravitation mit Hilfe derer die Massenvariationen des Eisschildes bestimmt werden. Erste Beobachtungen zeigten, dass der Großteil des antarktischen Massenverlustes von der Westantarktis kommen (Velicogna 2007). Gleichzeitig, von 2002 bis 2005, war die Ostantarktis in etwa im Massengleichgewicht. Der Massengewinn im Innern des Kontinents ist grob ausbalanciert durch den Eisverlust am Rand. Dies zeigt Bild 1 mit dem Unterschied der Eismassenveränderungen in der Westantarktis (rot) und der Ostantarktis (grün):

Figure 1: Eismassenveränderungen (durchgezogene Linien) und der lineare Trend (gestrichelte Linie) für den westantarktischen Eisschild (rot) und den ostantarktischen Eisschild (grün) für April 2002 bis August 2005 (Velicogna 2007).

Nachdem jetzt mehr GRACE Daten vorliegen, ergibt sich ein klareres Verständnis des antarktischej Eisschildes. Bild 2 zeigt die Eismassenveränderungen in der Antarktis für die Periode April 2002 bis Februar 2009 (Velicogna 2009) . Die blaue Linie/Kreuze zeigt die ungefilterten monatlichen Werte. Die roten Kreuze haben die monatliche Variabilität herausgemittelt. Die grüne Linie ist der bestens passende Trend.

Bild 2: Eismassenveränderungen des antarktischen Eisschilds vom April 2002 bis Februar 2009. Die blauen Kreuze stehen für ungefilterte Daten, rote Kreuze für Jahresmittel und die grüne Linie zeigt den best passende quadratischen Trend (Velicogna 2009).

Mit längeren Messreihen erscheind jetzt ein statistisch signifikanter Trend. Die Antarktis verliert nicht nur Landeis, der Eisverlust beschleunigt sich auch mit einer Rate von 26 Gigatonnen/Jahr². Es zeigt sich, dass die Ostantarktis seit 2006 nicht länger in Massenbalance ist, sondern ebenfalls Eis verliert (Chen 2009). Dieses ist ein überraschendes Resultat, weil die Ostantarktis aufgrund der Kälte bislang als stabil angesehen wurde. Das Ergebnis ist auch ein Hinweis darauf, dass der ostantarktische Eisschild dynamischer ist, als bisher angenommen.

Dies ist bedeutungsvoll, da der ostantarktische Eisschild bedeutend mehr Eis enthält als der westantarktische.  Die Ostantarktis enthält genug Eis, um den Meeresspiegel um 50 bis 60m anzuheben, während die Westantarktis nur mit 6 bis 7 m dazu beiträgt. Der antarktische Eisschild spielt eine wichtige Rolle beim Meeresspiegelanstieg, eine Rolle die kontinuierlich und rapide wächst.

Antarktisches Meereis nimmt zu

Das antarktische Meereis zeigt ein langfristiges Anwachsen zumindest seit Beginn der Satellitenmessungen 1979. Diese Beobachtung wurde von vielen Skeptikern oft als Beweis gegen die globale Erwärmung angeführt. Allerdings fragt sich kaum jemand: WARUM wächst das Eis an? Die implizite Annahme ist, wenn das Eis anwächst, muss es kälter werden rund um die Antarktis. Das ist definitiv nicht der Fall. Tatsächlich erwärmt sich das Polarmeer schneller als alle anderen Ozeane der Welt. Global haben sich die Ozeane seit 1955 bis 1995 um  0.1°C pro Dekade erwärmt. Im Unterschied dazu hat sich das südliche Polarmeer um 0.17°C pro Dekade erwärmt. Das südliche Polarmeer erwärmt sich also nicht nur, es erwärmt sich schneller als der globale Trend.

Figure 3: Oberflächennahe Lufttemperatur über eisbedeckten Arealen des südlichen Polarmeeres (oben). Meereis-Ausdehnung durch Satellitenmessungen (unten). (Zhang 2007)

Wenn sich also das südliche Polarmeer erwärmt, warum dehnt sich dann das Eis aus? Mehrere Faktoren tragen dazu bei. Einer ist der Abfall der Ozonkonzentration über der Antarktis. Das Loch in der Ozonschicht über dem Südpol bewirkt eine Abkühlung der Stratosphäre (Gillet 2003). Dieses verstärkt die zirkumpolaren antarktischen Winde (Thompson 2002). Der Wind treibt das Meereis herum und schafft offene Bereiche, sogenannte Polynyas. Mehr offene Bereiche führen dabei zu erhöhter Meereisproduktion (Turner 2009).

Ein weiterer Faktor ist eine Änderung der Ozeanzirkulation. Das südliche Polarmeer besitzt eine Schicht kalten Wassers nahe der Oberfläche und warmes Wasser darunter. Wasser aus der warmen Schicht steigt an die Oberfläche und schmilzt das Meereis. Wenn jetzt die Temperaturen steigen, steigt auch die Niederschlagsmenge, entweder als Schnee oder Regen. Das senkt den Salzgehält des Oberflächenwassers. Jetzt hat man eine Schicht kalten Wassers, das aber aufgrund der niedrigen Salinität leichter ist als das warme Wasser darunter. Die Schichtung ist stabiler und die Durchmischung geringer. Weniger Wärme wird dadurch von der Tiefe nach oben gefördert, also schmilzt auch weniger Eis (Zhang 2007).

Die Quintessenz ist, dass das antarktisches Meereis ein komplexes und einmaliges Phänomen ist. Die unzulässige Vereinfachung, dass es um die Antarktis herum kälter werden muss, ist definitiv nicht richtig. Es wird wärmer- wie es die Region als Ganzes beeinflusst, ist kompliziert.

[Kommentare und weitere Informationen finden Sie auf der englischsprachigen Originalseite]

Mehr Infos zu diesem Argument gibt es auf
klimafakten

Translation by BaerbelW , . View original English version.



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